Karmeliterkloster, Ehemaliges Barockkloster im Burgviertel, Budapest, Ungarn.
Das Karmeliterkloster Buda ist ein ehemaliges Kloster mit barocker Architektur in Pest, bestehend aus einem zweistöckigen Gebäude mit einem umschlossenen Innenhof und einer angrenzenden einschiffigen Kirche auf der Südseite. Die Raumaufteilung zeigt eine typische klösterliche Anordnung mit funktionalen Bereichen für Gebet und tägliches Leben.
Das Kloster wurde zwischen 1725 und 1736 auf dem Gelände der früheren St. Johns Kirche erbaut und war ein wichtiger Ort des Karmeliterordens. Nach einem königlichen Erlass von Joseph II. wurde es 1787 zum Theater umgewandelt.
Das Refektorium zeigt spätbarocke Wandmalereien mit neoklassizistischen Einflüssen von Ferenc Gelinek und beherbergt Werke aus der Sammlung der Ungarischen Nationalgalerie. Diese künstlerischen Elemente prägen bis heute das Aussehen des Innenraums.
Das Gebäude wird heute als Sitz der Ungarischen Premierministerin genutzt und ist daher nicht öffentlich zugänglich. Der Ort befindet sich in der Budaer Burg und ist Teil des dortigen Ensembles historischer Bauten.
Nach der Umwandlung in ein Theater im 18. Jahrhundert diente das Gebäude zeitweise auch als Ballsaal und Tanzveranstaltungsort, bevor es seiner heutigen politischen Bestimmung zugeführt wurde. Diese vielfältigen Nutzungen spiegeln die wechselvollen Zeiten der Stadt wider.
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