Armenisches Viertel von Jerusalem, Religiöses Viertel in Altstadt, Jerusalem, Israel.
Das armenische Viertel liegt im südwestlichen Abschnitt der Altstadt und nimmt etwa ein Sechstel der ummauerten Fläche ein, mit engen Gassen und mehrgeschossigen Steinbauten. Die meisten Gebäude gruppieren sich um das Kloster Sankt Jakob, das zusammen mit Schulen, Wohnhäusern und Werkstätten einen geschlossenen Komplex bildet.
Mönche aus Armenien ließen sich im 4. Jahrhundert in dieser Gegend nieder, nachdem ihr Land als erstes das Christentum zur Staatsreligion erklärt hatte. Über die Jahrhunderte wuchs die Siedlung zu einem organisierten Viertel, das durch Pilger und Flüchtlinge aus verschiedenen Epochen verstärkt wurde.
Die Gemeinde feiert traditionelle Feste mit Prozessionen durch die gepflasterten Gassen, wobei jahrhundertealte Gesänge in den Höfen und Durchgängen zu hören sind. Lokale Handwerker fertigen noch heute Keramikfliesen nach alten Mustern, die man in den Werkstätten und an den Wänden vieler Gebäude sieht.
Man erreicht das Viertel am besten durch das Zionstor im Süden oder das Jaffator im Westen, beide führen direkt in die Hauptwege. Das Museum zeigt Dokumente und liturgische Gewänder, die Einblicke in die Gemeinschaft geben, wobei die meisten Beschriftungen in Englisch und Armenisch verfasst sind.
Die Straßenschilder tragen oft armenische Schriftzeichen neben Hebräisch und Arabisch, was die mehrsprachige Identität der Gegend widerspiegelt. In einigen Innenhöfen hängen kunstvoll bestickte Wandteppiche, die biblische Szenen darstellen und von einheimischen Textilkünstlern gefertigt werden.
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