Galicia courtyard, Synagogenkomplex im muslimischen Viertel, Jerusalem, Israel
Der Galicia-Innenhof ist ein Synagogengebäude in Jerusalems Muslimischem Viertel, das mehrere Wohnräume, zwei Gebetshäuser und einen Hof umfasst, der auf der Dachebene eines Marktes liegt. Die Räume sind eng miteinander verbunden und schaffen einen intimen Komplex, der zeigt, wie Gläubige ihren Raum nutzten.
Der Innenhof entstand 1841 durch eine Partnerschaft zwischen zwei Gründern und entwickelte sich später zu einem Zentrum für Hassidim aus Zentral- und Osteuropa. Anfang der 1880er Jahre organisierten galizische Einwanderer die Gründung einer Synagoge, die zur Heimat ihrer Gebetsgemeinschaft wurde.
Der Innenhof trägt den Namen der galizischen Juden, die hier Anfang des 19. Jahrhunderts ihre religiöse Gemeinschaft aufbauten und ihre Traditionen bewahrten. Man kann heute noch sehen, wie die verschiedenen Räume und Synagogen zusammenhängen und zeigen, wie diese Gruppe ihr Gemeindeleben organisiert hat.
Der Innenhof liegt auf Dachebene und ist vom Marktstraßenniveau aus schwer zu sehen, daher sollte man nach der Zugangsöffnung Ausschau halten. Besucher werden feststellen, dass die Räume klein und eng sind, was bedeutet, dass man langsam vorgehen muss und sich in den Gängen bewusst bewegen sollte.
Eine Frau gründete 1869 hinter dem Innenhof einen Spielplatz, einen der ersten in Jerusalem, wo Kinder aus der Nachbarschaft spielen konnten. Dieser frühe Einsatz für die Freizeit von Kindern in einer dicht bebauten urbanen Gegend war für seine Zeit ungewöhnlich.
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