Lido di Venezia, Barriereinsel in der Lagune von Venedig, Italien.
Lido di Venezia ist eine etwa 11 Kilometer lange Insel, die die Lagune von Venedig von der offenen Adria trennt. Sandstrände säumen die Ostseite, während die Westseite von Kanälen und niedrigen Bauten geprägt ist.
Die Insel bildete im Mittelalter eine Verteidigungslinie für Venedig und beherbergte die Siedlung Metamaucum, die in der Römerzeit entstand und als zweiter Dogenssitz diente. Der Aufschwung als Badeort begann ab 1857, als die ersten Anlagen zum Baden im Meer eröffnet wurden.
Die Insel war seit dem späten 19. Jahrhundert ein Badeort für Europas wohlhabende Familien, die hier in den heute noch sichtbaren Grandhotels am Lungomare Marconi abstiegen. Viele Gebäude spiegeln den Jugendstil und die Belle-Époque-Architektur wider, die das Lido zu einem mondänen Treffpunkt machten.
Der Vaporetto verbindet die Insel mehrmals täglich mit Venedig, die Überfahrt dauert etwa 15 Minuten. Gehen Sie zur Nordspitze für freie Strände oder bleiben Sie in der Mitte für die bewirtschafteten Abschnitte mit Liegen und Schirmen.
Das neoklassizistische Oratorium Santa Maria Elisabetta nahe der Anlegestelle zeigt eine schlichte Außenfassade, aber im Inneren sieht man Votivtafeln und Schiffsmodelle von Fischerfamilien. Auf der Friedhofsinsel San Michele, sichtbar auf halber Strecke von Venedig, ruhen Komponisten wie Igor Strawinsky und Dichter wie Ezra Pound.
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