Nationalpark Gran Paradiso, Nationalpark im Aostatal, Italien
Der Gran-Paradiso-Nationalpark ist ein Schutzgebiet in den grajischen Alpen im Aostatal, das alpine Wiesen, Gebirgswälder und Gletscherzonen umfasst. Die Landschaft reicht von Tannenwäldern in niedrigeren Lagen bis zu Felsrinnen und Schneefeldern nahe der Gipfel.
Vittorio Emanuele II gründete hier Mitte des 19. Jahrhunderts ein königliches Jagdrevier, um die Steinbockpopulation vor dem Aussterben zu bewahren. Nach dem Ersten Weltkrieg übergab das Haus Savoyen das Gebiet an den italienischen Staat, der es zum ersten Nationalpark des Landes erklärte.
Die Bezeichnung stammt von dem vergletscherten Gipfel, der die Täler überragt und den die Bewohner seit Jahrhunderten als Wahrzeichen betrachten. Die Hirtenwege und Steinmauern der Almen erinnern an die Zeit, als das Gebiet noch von Hirten und Jägern durchstreift wurde.
Die Wanderwege sind im Sommer meist schneefrei und führen durch offene Hochtäler, wo Steinböcke und Gämsen oft in Sichtweite grasen. Festes Schuhwerk und warme Kleidung sind ratsam, da das Wetter in den Bergen schnell wechseln kann.
Die Steinböcke kommen im Frühsommer oft bis auf wenige Meter an die Wege heran, um die jungen Gräser und Kräuter der Almwiesen zu fressen. Manche Tiere tragen Halsbänder mit Sendern, die den Forschern helfen, ihre Wanderungen und ihr Verhalten zu dokumentieren.
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