Cesana Pariol, ehemalige Kunsteisbahn im Piemont, Italien
Cesana Pariol ist eine Sportanlage in Cesana Torinese, in den Cottischen Alpen in Italien, mit einer Bahn für Bobsleigh, Rennrodeln und Skeleton. Die Strecke verläuft an einem Berghang und besteht aus zahlreichen Kurven und geraden Abschnitten, die von einer Kühlanlage auf Temperatur gehalten werden, um eine gleichmäßige Eisoberfläche zu gewährleisten.
Die Anlage wurde Anfang der 2000er Jahre eigens für die Olympischen Winterspiele 2006 in Turin errichtet und beherbergte während der Spiele die Wettkämpfe im Bobsleigh, Rennrodeln und Skeleton. Nach 2006 wurde die Strecke kaum noch genutzt und ist seitdem weitgehend inaktiv geblieben.
Die Strecke wurde für die Olympischen Winterspiele 2006 gebaut und ist für viele in der Region ein greifbares Zeichen jener Zeit, als ein kleines Bergdorf plötzlich im Mittelpunkt der Welt stand. Heute erinnert die verlassene Anlage daran, wie ein einziges Sportereignis das Gesicht einer Gemeinde dauerhaft verändern kann.
Die Anlage liegt in einem abgelegenen Berggebiet auf rund 1300 Metern Höhe und ist nur über Gebirgsstraßen erreichbar, die im Winter gesperrt sein können. Da der Betrieb stark eingeschränkt ist, empfiehlt es sich, den aktuellen Status vor einer Anreise zu überprüfen.
Während der Bauarbeiten stießen Arbeiter auf Überreste einer antiken römischen Anlage unter dem Gelände, was die Arbeiten vorübergehend verlangsamte. Der Fund zeigt, dass diese abgelegene Bergregion schon vor langer Zeit ein Durchgangsgebiet für die Römer war.
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