Horti Lamiani, Archäologische Stätte am Esquilin-Hügel, Rom, Italien
Die Horti Lamiani sind die Überreste einer römischen Residenz auf dem Esquilin, die sich über mehrere unterirdische Ebenen erstrecken. Sie zeigen Marmordekoration, Statuen und Architekturreste aus der Kaiserzeit.
Lucius Aelius Lamia errichtete diese private Residenz im ersten Jahrhundert n. Chr., die später kaiserliche Bedeutung gewann. Unter den Herrschern Claudius und Caligula wurde sie häufig besucht.
Die Stätte zeigt über 100.000 Keramikfragmente und Amphoren, die Einblicke in die Essgewohnheiten und Handelsnetzwerke der römischen Oberschicht geben. Diese Funde erzählen von den Verbindungen, die Rom mit dem Mittelmeerraum unterhielt.
Die Stätte liegt unter modernen Gebäuden in der Nähe der Piazza Vittorio Emanuele und ist nicht frei zugänglich. Besichtigungen finden nur bei geplanten Führungen und besonderen Ausstellungen statt.
Archäologen entdeckten zwei detaillierte Gipsköpfe mit farbigen Hohlaugen, die griechische Theatermasken darstellen. Diese seltenen Funde deuten darauf hin, wie sehr die römischen Eliten sich für griechische Kunst interessierten.
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