Horti Liciniani, Römischer Gartenkomplex auf dem Esquilin-Hügel, Rom, Italien
Die Horti Liciniani sind die Überreste eines antiken römischen Gartenensembles auf dem Esquilin-Hügel mit wertvollen archäologischen Funden und strukturellen Elementen. Ein besonderes Highlight ist das Nymphäum aus dem 4. Jahrhundert mit seiner ungewöhnlichen zwölfseitigen Form und Marmordekoration an Wänden und Oberflächen.
Der Gartenanlage wurde ursprünglich von der wohlhabenden Licinia-Familie erbaut und genutzt. Im dritten Jahrhundert wurde sie unter Kaiser Gallienus zum kaiserlichen Palast umgestaltet, der dann der Zentrum seiner Herrschaft wurde.
Der Name "Horti Liciniani" erinnert an die ursprüngliche Eigentümerfamilie und ihre Bedeutung im antiken Rom. Heute kann man in den Ruinen noch die Spuren der prunkvollen Wasserspiele und Gartenanlagen erkennen, die das Leben der wohlhabenden Römer prägten.
Viele Artefakte von der Ausgrabungsstätte sind im Museo Montemartini in Rom ausgestellt, wo man sich einen Überblick über die Geschichte verschaffen kann. Ein großes Mosaik mit Jagdszenen, das 1904 entdeckt wurde, zeigt die künstlerischen Standards der damaligen Zeit.
Kaiser Gallienus plante ein gigantisches Standbild von sich selbst als Sonnengott an der höchsten Stelle der Anlage, doch das ehrgeizige Projekt wurde niemals abgeschlossen. Diese unvollendete Vision gibt Einblick in die Größenwahn und den Fall seiner Herrschaft am Ende des dritten Jahrhunderts.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.