Horti Epaphroditiani, Archäologische Stätte am Esquilin-Hügel, Rom, Italien
Die Horti Epaphroditiani sind die Überreste einer antiken römischen Gartenanlage auf dem Esquilin-Hügel, die früher private Grünflächen mit Wasserleitungssystemen umfasste. Die archäologischen Funde zeigen Kanäle, Becken und strukturelle Elemente, die einstmals ein aufwendiges Bewässerungsnetz bildeten.
Die Gärten entstanden im 1. Jahrhundert für Tiberius Claudius Epaphroditus, einen freigelassenen Griechen, der als Vertrauter des Kaisers Nero tätig war. Diese Anlage zeigt, wie selbst die eng stehenden Grünanlagen wohlhabender Freigelassener in der kaiserlichen Zeit ausgestaltet waren.
Die Gärten zeigen, wie wohlhabende Römer große private Grünflächen mit aufwendigen Wassersystemen gestalteten. Besucher können sich heute vorstellen, wie Wasserbecken und Kanäle das Gelände durchzogen und dem Ort Leben einhauchten.
Das Gelände entspricht heute dem Platz Piazza Fanti im Stadtzentrum und ist für Besucher über die normale Straße zugänglich. Die Überreste sind teilweise in die moderne Umgebung integriert, daher lohnt sich ein aufmerksamer Blick auf die Bodeneigenschaften und Strukturen.
Der römische Schriftsteller Frontinus dokumentierte diese Gärten als Referenzpunkt, an dem die Anio Novus-Wasserleitung Wasser an die Aqua Claudia-Leitung abgab. Dieses technische Detail macht den Ort zu einem wichtigen Zeugnis für das römische Wassermanagement-System.
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