Temple of Minerva Medica, Römische Tempelruinen auf dem Esquilin, Italien.
Der Tempel der Minerva Medica ist eine zehneckige Ruine mit neun Nischen, die sich etwa 33 Meter in die Höhe erhebt und etwa 24 Meter im Durchmesser misst. Das Gebäude war ursprünglich Teil eines großen Villenkomiplexes und diente als Brunnenhaus mit aufwendiger Innenausstattung.
Das Gebäude wurde im 4. Jahrhundert als Teil der Horti Liciniani, eines großen Anwesens auf dem Esquilin, erbaut und war ein Nymphäum mit Brunnen und Wasserspielen. Im 17. Jahrhundert führte die Entdeckung einer Statue zu Verwechslungen über den eigentlichen Zweck des Ortes, und die Struktur wurde später durch ein dramatisches Einsturzereignis im Jahr 1828 stark beschädigt.
Die Struktur trägt den Namen Minerva Medica, da man sie lange Zeit der Göttin der Heilkunst zuordnete, obwohl sie wahrscheinlich als Brunnenhaus eines großen Landguts diente. Der Ort zeigt, wie die Römer in ihren Villen Wasser und Dekoration miteinander verbanden.
Der Ort liegt zwischen der Via Labicana und den Aurelianischen Mauern, leicht erreichbar in der Nähe der modernen Via Giolitti im Esquilin-Viertel. Besucher sollten beachten, dass die Ruine offen ist, aber begrenzte Schutzvorrichtungen hat, daher ist Vorsicht beim Erkunden notwendig.
Das Dach war mit Opus Latericium, einer speziellen römischen Mauertechnik aus Ziegeln und Mörtel, gebaut und blieb Jahrhunderte lang intakt, bevor es plötzlich zusammenbrach. Dieser Einsturz im 19. Jahrhundert veränderte die Silhouette des Denkmals für immer und zeigt die Anfälligkeit selbst großer römischer Strukturen.
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