Lot-Heiligtum, Byzantinisches Kloster und archäologische Stätte am Toten Meer, Jordanien
Das Heiligtum des Agios Lot ist ein byzantinisches Kloster mit einer Basilika, die direkt vor dem Eingang einer Felsenhöhle am Hang oberhalb der Stadt Safi in Jordanien errichtet wurde. Das Gelände umfasst Mosaikböden, Marmorbeläge und Sandsteinsäulen, die noch Spuren roter Farbe tragen.
Das Kloster entstand zwischen dem 5. und dem 7. Jahrhundert in byzantinischer Zeit als Pilgerort. Die archäologischen Ausgrabungen zeigen jedoch, dass die Höhle schon in früheren Epochen genutzt wurde, lange bevor das Kloster gebaut wurde.
Die Höhle gilt als der Ort, an dem Lot und seine Töchter nach der Flucht aus Sodom Zuflucht fanden, wie es im Alten Testament beschrieben wird. Wer heute die Stätte besucht, steht buchstäblich in diesem Felsraum und kann die Votivgaben und Inschriften früherer Pilger sehen.
Die Stätte liegt in einer tiefen Senke nahe dem Toten Meer, daher ist die Hitze besonders stark zu spüren. Es empfiehlt sich, ausreichend Wasser mitzunehmen und die empfindlichsten Stunden der Mittagshitze zu meiden.
Das Kloster verfügte einst über einen unterirdischen Wasservorrat sowie einen Gemeinschaftsspeisesaal, was zeigt, wie gut die Mönche auf das Leben in dieser trockenen Gegend vorbereitet waren. Diese Anlage war nicht nur ein religiöser Ort, sondern auch eine vollständige Versorgungseinrichtung für Pilger.
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