Provinz Hitachi, Historische Provinz in der Präfektur Ibaraki, Japan
Hitachi war eine Provinz im Gebiet der heutigen Präfektur Ibaraki und umfasste elf Distrikte, die sich vom Pazifik bis ins Landesinnere erstreckten. Das Gebiet grenzte an die Provinzen Shimosa, Shimotsuke und Mutsu und verband damit Küstenregionen mit nördlichen Handelswegen.
Die Provinz entstand im 7. Jahrhundert als Teil der Verwaltungsreform, die das japanische Territorium in klar abgegrenzte Regionen gliederte. Im Jahr 1871 wurde sie nach über tausend Jahren aufgelöst und ging in der neu geschaffenen Präfektur Ibaraki auf.
Der Kashima-Schrein zog Pilger an und blieb über Jahrhunderte ein spirituelles Zentrum für die Bewohner der Region. Besucher konnten auch den Kokubun-ji-Tempel aufsuchen, der als buddhistischer Gegenpol zur shintoistischen Verehrung diente.
Das historische Gebiet lässt sich heute an Hand alter Karten und Grenzsteine nachvollziehen, die in lokalen Museen und an einigen Feldwegen zu finden sind. Reisende können die ehemaligen Distriktgrenzen durch Wanderungen in den ländlichen Gegenden erkunden, wo sich Landschaft und Ortsnamen oft noch auf die alte Einteilung beziehen.
Gelehrte der Mito-Familie erstellten hier über mehrere Generationen hinweg das umfassende Geschichtswerk Dai Nihonshi, das die kaiserliche Linie Japans dokumentiert. Diese Arbeit beeinflusste das politische Denken im späten Tokugawa-Shogunat und trug zur Restauration der kaiserlichen Macht bei.
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