Tōkaidō, Historischer Rundweg zwischen Edo und Kyoto, Japan
Der Tōkaidō ist eine historische Straße zwischen Edo (heute Tokio) und Kyoto in Japan, die sich über 500 Kilometer durch fünfzehn Provinzen erstreckt. Die Route verläuft nahe am Fuji und folgt teilweise der Pazifikküste, wobei sie zahlreiche Städte und ländliche Gebiete durchquert.
Zwischen 1603 und 1868 diente diese Route als eine der fünf wichtigen Verbindungsstraßen, die die Hauptstadt mit wesentlichen Verwaltungsregionen verband. Die Strecke wurde durch ein System von 53 Poststationen organisiert, an denen Reisende rasten und übernachten konnten.
Der Name bedeutet "Ostmeerstraße" und bezieht sich auf die Lage entlang der Pazifikküste, die früher als östliches Meer bekannt war. Viele Abschnitte der alten Strecke sind heute moderne Straßen, während einige Dörfer und Rastorte ihre historischen Funktionen beibehalten haben.
Moderne Reisende können Abschnitte der ursprünglichen Strecke erkunden, während sie die parallele Bahnlinie nutzen, die größere Stationen zwischen Tokio und Kyoto verbindet. Einige Teile des alten Weges sind gut ausgeschildert und führen durch Wälder, Täler und kleine Ortschaften.
Kuriere namens Hikyaku konnten die gesamte Strecke in nur drei bis vier Tagen zurücklegen, während gewöhnliche Fußgänger etwa dreizehn Tage benötigten. Diese Boten liefen Tag und Nacht und wechselten sich an den Poststationen ab, um wichtige Nachrichten schnell zu überbringen.
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