Ananda-Tempel, Buddhistischer Tempel in Bagan, Myanmar
Ananda ist ein buddhistischer Tempel in Bagan, Myanmar, der aus rotem Backstein gebaut wurde und eine Höhe von etwa 50 Metern erreicht. Die kreuzförmige Anlage beherbergt vier stehende Buddha-Figuren, die jeweils nach Norden, Süden, Osten und Westen blicken, während Galerien und Hallen mit Skulpturen und Wandreliefs das Innere umgeben.
König Kyanzittha ließ den Tempel im Jahr 1091 erbauen und vereinte dabei Einflüsse der Mon-Architektur mit indischen Tempelprinzipien. Die Bauweise setzte Maßstäbe für viele spätere Sakralbauten in der Region und prägte die Entwicklung der Bagan-Architektur über Jahrhunderte.
Jedes der vier goldenen Buddha-Bildnisse trägt einen eigenen Mudra-Ausdruck und zeigt die Hand in verschiedenen Gesten, die Momente aus dem Leben des Erleuchteten darstellen. Gläubige legen an den Sockeln der Statuen Blumen und Räucherstäbchen nieder und verneigen sich vor den ruhigen Gesichtern, während sich das Licht durch schmale Fenster bewegt.
Schuhe müssen vor dem Betreten aller Gebäudeteile ausgezogen werden, und die Eingänge führen in die vier großen Hallen sowie in die umlaufenden Gänge. Frühe Morgenstunden und der späte Nachmittag bieten angenehmere Temperaturen im Inneren, da die Backsteinmauern Hitze speichern.
Sonnenstrahlen fallen durch kleine Fensteröffnungen und erhellen die Buddha-Statuen zu unterschiedlichen Tageszeiten, wodurch sich die Gesichtszüge je nach Lichtwinkel verändern. Lokale Handwerker setzen traditionelle Techniken ein, um die Vergoldung der Statuen regelmäßig zu erneuern und dabei alte Methoden weiterzugeben.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.