Mingalazedi-Pagode, Buddhistische Pagode in Bagan, Myanmar.
Die Mingalazedi-Pagode ist ein buddhistisches Heiligtum in Bagan, Myanmar, das auf drei gestuften rechteckigen Terrassen ruht und mit einer glockenförmigen Stupa abschließt, die von horizontalen Ringen umgeben ist. Das Bauwerk besteht aus Backstein und ist an den Terrassenrändern mit glasierten Terrakottaplatten geschmückt.
Die Pagode wurde 1274 unter König Narathihapate erbaut und gilt als der letzte große Tempelbau der Pagan-Dynastie, bevor die mongolische Invasion dem Königreich ein Ende setzte. Mit ihrem Abschluss endete eine Phase des Tempelbaus in Bagan, die über zwei Jahrhunderte gedauert hatte.
Die Terrassenebenen sind mit glasierten Terrakottaplatten bedeckt, die Szenen aus den Jataka-Geschichten zeigen, also Erzählungen über frühere Leben des Buddha. Wer die Platten aufmerksam betrachtet, entdeckt eine Art gemaltes Buch in Stein, das einst als Lehrmittel diente.
Die Pagode liegt etwas südlich des alten Stadtmauerbezirks von Bagan und lässt sich gut zu Fuß oder mit einem Fahrrad erreichen. Der Zugang zur oberen Terrasse ist derzeit eingeschränkt, doch die unteren Ebenen und die Außenanlagen sind gut zu erkunden, am besten zu früher Stunde oder kurz vor Sonnenuntergang.
Im Tempelkomplex befindet sich ein Backsteingebäude, das einige der ältesten bekannten Lackwaren aus dem 13. Jahrhundert aufbewahrt, die in Bagan gefunden wurden. Es ist selten, dass ein Tempel solche Objekte direkt vor Ort beherbergt, was diesen Ort von den meisten anderen Anlagen in der Gegend unterscheidet.
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