Gawdawpalin-Tempel, Buddhistischer Tempel in Bagan, Myanmar.
Der Gawdawpalin-Tempel ist ein zweistöckiger buddhistischer Tempel in Bagan, Myanmar, der mit seinen Terrassen und einer Höhe von 55 Metern zu den größten Bauwerken der Ebene gehört. Vier Eingangstore führen in das von einer Schutzmauer umgebene Gelände, das zahlreiche Buddha-Statuen und geschnitzte Verzierungen an den Giebeln beherbergt.
Der Bau des Tempels begann 1203 unter König Sithu II. und wurde 1227 unter König Htilominlo abgeschlossen, was zeigt, wie bedeutsam das Bauwerk für aufeinanderfolgende Herrscher war. Der Tempel gehört damit zu den letzten großen Projekten der Bagan-Ära, bevor das Königreich im späten 13. Jahrhundert niederging.
Die Gläubigen besuchen den Tempel noch heute, um zu beten und Opfergaben niederzulegen, und er gilt als einer der wichtigsten religiösen Orte in Bagan. Im Inneren sind an einigen Wänden noch alte Malereien zu sehen, die Szenen aus dem Leben des Buddha zeigen.
Der Haupteingang befindet sich auf der Ostseite und ist an zwei weißen Löwenstatuen zu erkennen, die den Weg weisen. Wer den Tempel besucht, sollte die Schuhe ausziehen, bevor er das Gebäude betritt, und bei der Besichtigung der oberen Terrassen die Treppenstufen beachten.
Obwohl der Tempel nach dem Erdbeben von 1975 weitgehend neu aufgebaut werden musste, wurden dabei Originalsteine und Fragmente so weit wie möglich wiederverwendet, sodass ein Teil des historischen Materials erhalten ist. Diese Entscheidung macht ihn zu einem seltenen Beispiel für den Umgang mit beschädigtem Kulturerbe in der Region.
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