Ladogasee, Süßwassersee im Nordwesten Russlands
Der Ladogasee ist ein Süßwassersee im nordwestlichen Russland, der sich über weite Flächen in den Oblasten Leningrad und Karelien erstreckt und mehr als 660 Inseln enthält. Die Uferlinie wechselt zwischen sandigen Abschnitten im Süden und felsigen Klippen im Norden, wobei Wälder bis ans Wasser reichen.
Wikingerhändler nutzten das Gewässer ab dem 8. Jahrhundert als Teil einer Handelsroute zwischen Skandinavien und Byzanz und gründeten Siedlungen am südlichen Ufer. Im Zweiten Weltkrieg diente die gefrorene Oberfläche als Versorgungsweg für das belagerte Leningrad und rettete Tausende Leben.
Der Name stammt von Aloga oder Aldoga, frühen slawischen Siedlungen, die die Wasserwege der Region kontrollierten. Fischer aus den Dörfern an der Küste nutzen noch heute kleine Holzboote, eine Praxis, die über Generationen weitergegeben wurde.
Das Wasser ist von Mai bis Oktober am ruhigsten, während der Winter eine Eisdecke bringt, die nicht für Wanderungen geeignet ist. Lokale Führer aus den Küstendörfern bieten Bootsfahrten zu den Inseln an, besonders im Sommer.
Einige der Inseln beherbergen verlassene Dörfer, deren Holzhäuser noch stehen und von den Bewohnern nach dem Krieg aufgegeben wurden. Seehunde leben in den nördlichen Buchten, eine seltene Süßwasserpopulation, die man gelegentlich beim Sonnenbaden auf Felsen beobachten kann.
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