Mesih Mehmed Pasha Mosque, Osmanische Gemeinschaftsmoschee im Stadtteil Fatih, Istanbul, Türkei.
Die Mesih Mehmed Pascha Moschee ist eine Moschee im Fatih-Bezirk von Istanbul und verfügt über eine zentrale Kuppel mit einem Durchmesser von 12,8 Metern, die von fünf kleineren Kuppeln gestützt wird, die auf Granitäulen ruhen. Der Eingang besteht aus einem doppelten Portikus mit fünf Bögen, die zu einem kuppelüberdachten Torhaus führen.
Die Moschee wurde 1585 unter der Herrschaft von Sultan Murad III. erbaut und vom Großwesir Mesih Mehmed Pascha in Auftrag gegeben, wobei der Architekt Mimar Sinan das Design leitete. Sie entstand zu einer Zeit, als Sinan eine Pilgerreise nach Mekka unternahm, was möglicherweise den königlichen Architekten Mehmed Subaşı zur Beaufsichtigung von Teilen des Projekts führte.
Der rechteckige Vorhof beherbergt das Grabmal von Mesih Pascha anstelle eines traditionellen Brunnens, was die Praxis widerspiegelt, bedeutende Personen in der Nähe von Moscheen zu bestatten. Dieser ungewöhnliche Platz zeigt, wie Grabtradition und religiöser Raum miteinander verbunden waren.
Die Moschee steht auf unebenem Gelände, daher sollten Besucher mit unterschiedlichen Höhenniveaus rechnen. Der Zugang erfolgt über die Treppeneingänge und Arkaden, die an die Topografie angepasst sind und direkten Zugang zum Gebetsraum ermöglichen.
Während seiner Zeit als Pilger in Mekka vertraute der Hauptarchitekt Mimar Sinan die Überwachung des Projekts anderen vertrauenswürdigen Fachleuten an. Diese Praxis zeigt, wie Großprojekte in der Osmanischen Zeit auch ohne die ständige Anwesenheit des Chefdesigners fortgesetzt wurden.
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