Column of Marcian, Römische Gedenksäule im Stadtteil Fatih, Türkei
Die Säule des Markian ist ein römisches Denkmal von zehn Metern Höhe, das aus grauem ägyptischem Granit gemeißelt wurde mit einer Basis aus weißen Marmorplatten und dekorativen Medaillons. Die Kapitelle tragen zwei seitlich angebrachte Schilde mit dem IX-Monogramm sowie figürliche Elemente, die das Bauwerk als sorgfältig gestaltetes Ehrmonument erkennen lassen.
Das Monument wurde zwischen 450 und 452 nach Christus vom Stadtpräfekten Tatianus errichtet, um Kaiser Markian zu ehren, der das Oströmische Reich bis 457 beherrschte. Diese Säule entstand in einer Zeit, als Konstantinopel weiterhin seine Bedeutung als kaiserliche Hauptstadt festigte.
Die Säule trägt in ihren Medaillons IX-Monogramme und wird von zwei Victorias mit Schild bekrönt, was zu ihrem türkischen Namen Kiztas führte, der auf Deutsch Mädchensäule bedeutet. Die lokale Bevölkerung verbindet das Monument mit weiblichen Schutzfiguren und bezieht sich darauf bei Orientierungsangaben durch das alte Stadtzentrum.
Die Säule liegt in einem lebendigen Stadtgebiet und ist zu Fuß vom Platz Aksaray oder über die angrenzenden Straßen der Altstadt leicht erreichbar. Man sollte den Ort tagsüber besuchen, um die Details der Schnitzereien in gutem Licht betrachten zu können.
Die ursprüngliche Ausrichtung der Kapitelle von Nord nach Süd ermöglichte es, dass die inzwischen verlorene Statue des Kaisers auf die nahegelegene Apostelkirche blickte. Diese sorgfältige Positionierung zeigt, wie Denkmäler einst in die religiöse Landschaft Konstantinopels eingebunden waren.
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