Amazonas, Verwaltungseinheit im südlichen Venezuela
Amazonas ist ein Bundesstaat im Süden Venezuelas, der sich über weite Teile des Regenwalds und zahlreiche Flusssysteme erstreckt. Die Region grenzt an Brasilien und Kolumbien und umfasst dichte Vegetation sowie abgelegene Gebiete entlang des Orinoco und seiner Nebenflüsse.
Das Gebiet wurde in den 1750er Jahren von spanischen Expeditionen erforscht und nach der Unabhängigkeit Teil der neuen Republik. Die formale Gründung als Bundesland erfolgte im späten 19. Jahrhundert, nachdem die Verwaltungsstrukturen mehrfach überarbeitet wurden.
Zwanzig verschiedene indigene Volksgruppen stellen die Hälfte der Staatsbevölkerung und bewahren ihre traditionellen Sprachen und Bräuche im Wald.
Die meisten Orte sind nur per Boot erreichbar, da es kaum Straßen gibt und die Flüsse als Hauptverkehrswege dienen. Besucher sollten mit langen Reisezeiten rechnen und sich auf ein feuchtes tropisches Klima einstellen.
Ein natürlicher Kanal verbindet hier die Flusssysteme des Orinoco und des Amazonas über mehr als 300 km (186 mi). Diese geologische Besonderheit schafft eine durchgehende Wasserwegverbindung zwischen zwei großen Einzugsgebieten Südamerikas.
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