Rote Kaserne, Militärkaserne in Nauener Vorstadt, Potsdam, Deutschland
Die Rote Kaserne in Potsdam ist ein Gebäudekomplex aus der Wilhelminischen Zeit mit roten Klinkersteinen und zweistöckigen Stallgebäuden sowie Nebengebäuden. Der Gesamtkomplex erstreckt sich über ein großes Areal und zeigt die typische Bauweise von Militärkasernen des ausgehenden 19. Jahrhunderts.
Die Kaserne entstand zwischen 1892 und 1895 als Militärbauten für das preußische Heer und diente dem 2. und 4. Garde-Feldartillerie-Regiment. Nach dem Zweiten Weltkrieg nutzte die Sowjetische Armee das Gelände bis 1993.
Das Kunstwerk des Künstlers Georg Friedrich von Boumann zeigt berittene Soldaten mit Kanonen und Waffen in Form einer großen Sandsteinskulptur. Diese Darstellung prägt das Erscheinungsbild des Platzes bis heute und erinnert an die militärische Geschichte des Ortes.
Das Gelände ist heute in Wohneinheiten, Pflegefacilitäten und Seniorenbetreuungsangebote umgenutzt worden, die zwischen 2007 und 2009 entstanden. Besucher sollten beachten, dass es sich um ein noch genutztes Wohngebiet handelt und nur frei zugängliche Außenbereiche zu erkunden sind.
Auf dem zentralen Exerzierplatz sind bis heute Spuren eines sowjetischen Wandfreskos sichtbar, das einen roten Stern und die kyrillischen Buchstaben der Aufschrift 'Pobeda' zeigt. Diese Überreste aus der Zeit der sowjetischen Besatzung geben Einblick in die Verwendung des Platzes durch die Truppen, die hier über 40 Jahre stationiert waren.
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