Santa Lucia in Selci, Barockkirche im Stadtteil Monti, Rom, Italien
Santa Lucia in Selci ist eine Barockkirche mit rechteckigem Grundriss, einem einzelnen Schiff und flachen Seitenkappellen. Das Tonnengewölbe ist mit religiösen Gemälden verziert und verleiht dem Innenraum eine ruhige, konzentrierte Wirkung.
Die ursprüngliche Struktur entstand zwischen 498 und 514 unter Papst Symmachus und diente als Diakonien zur Getreideverteilung während des Niedergangs des Römischen Reiches. Im Jahr 1604 erfolgte eine Umgestaltung durch Carlo Maderno, die das Gebäude grundlegend veränderte.
Die Kirche zeigt Werke von Giovanni Lanfranco, der das Martyrium der heiligen Lucia malte, sowie Arbeiten von Andrea Camassei mit einer Vision des heiligen Augustin. Diese Kunstwerke prägen den Innenraum und erzählen von den Heiligen, denen das Gebäude gewidmet ist.
Die Kirche befindet sich in der Via in Selci 82 in Rom und wird von Augustinerinnen betreut, die das angrenzende Kloster seit 1568 instand halten. Besucher sollten den Ort respektvoll behandeln, da es sich um einen aktiven religiösen Raum handelt, der eng mit dem Klosterleben verbunden ist.
Maderno verzichtete 1604 bewusst auf eine vollständige Fassade, da das Gebäude nahtlos in den Klosterkomplex integriert werden sollte. Diese ungewöhnliche Architekturlösung ist heute noch deutlich sichtbar und verleiht dem Ort ein diskretes, nach innen gekehrtes Aussehen.
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