Oratorio dei quaranta martiri, Christliches Oratorium im Römischen Forum, Italien.
Das Oratorio dei Quaranta Martiri ist ein kleines Oratorium im Römischen Forum, unweit des Vestatempels und des Tempel der Dioskuren gelegen. Der Raum hat einen vierkantigen Grundriss und zeigt an seinen Wänden Wandmalereien aus verschiedenen Zeiten sowie Reste eines mittelalterlichen Fußbodens.
Das Gebäude entstand im 6. Jahrhundert, als ein Saal aus dem Domitian-Palast in einen christlichen Versammlungsort umgewandelt wurde. Diese Umnutzung folgte der byzantinischen Eroberung Roms in der Mitte des 6. Jahrhunderts.
Der Name dieses Oratoriums bezieht sich auf vierzig christliche Soldaten, die in Armenien hingerichtet wurden. Die Fresken an den Wänden erzählen von ihrem Schicksal und prägen bis heute das Aussehen des Innenraums.
Der Zugang zu diesem Oratorium ist Teil des Rundgangs durch das Römische Forum, was bedeutet, dass man das gesamte Areal besuchen muss. Die Freschenmalereien sind teilweise verblasst, doch man kann die verschiedenen Schichten deutlich erkennen.
An den Wänden überlagern sich mehrere Malschichten, die verschiedene Epochen der Nutzung dokumentieren. Besonders interessant ist die verblasste Darstellung des Heiligen Antonius des Einsiedlers, die zwischen den anderen Heiligenbildern sichtbar wird.
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