Lateinamerika, Geografische Region in Amerika.
Lateinamerika ist eine kulturelle Region in Amerika, die sich von der Südgrenze der Vereinigten Staaten bis zur Südspitze des Kontinents erstreckt. Das Gebiet umfasst Länder, in denen hauptsächlich romanische Sprachen gesprochen werden, und schließt die Karibikinseln mit spanischer, französischer oder portugiesischer Kolonialgeschichte ein.
Kolonialmächte aus Spanien, Portugal und Frankreich kontrollierten diese Gebiete vom 16. bis zum frühen 19. Jahrhundert und prägten Sprache, Religion und Verwaltungsstrukturen dauerhaft. Unabhängigkeitskriege im frühen 19. Jahrhundert beendeten die direkte europäische Herrschaft und führten zur Gründung neuer Republiken in ganz Amerika.
Lokale Märkte verkaufen frische tropische Früchte, handgewebte Textilien und traditionelle Keramik, während in den Straßen regelmäßig spontane Musikdarbietungen mit Gitarren, Trommeln und Panflöten stattfinden. Familien und Freunde treffen sich oft bei ausgedehnten Mahlzeiten, die mehrere Stunden dauern können und bei denen Gespräche genauso wichtig sind wie das Essen selbst.
Reisende sollten bedenken, dass sich Klima und Landschaft erheblich unterscheiden, von tropischen Küsten über Hochgebirgspässe bis zu gemäßigten Ebenen im Süden. Spanisch oder Portugiesisch zu sprechen erleichtert die Kommunikation in den meisten Gegenden erheblich, obwohl in größeren Städten oft auch Englisch verstanden wird.
Das Amazonasbecken produziert etwa 20 Prozent des weltweiten Sauerstoffs durch seinen ausgedehnten Regenwald, der durch mehrere Länder fließt. Die Region beherbergt auch den Atacama-Wüstenabschnitt, in dem seit Jahrhunderten praktisch kein Regen gefallen ist und der zu den trockensten Orten der Erde zählt.
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