Moai, Archäologische Stätte auf der Osterinsel, Chile
Diese monumentalen Steinstatuen aus vulkanischem Gestein stehen an den Hängen des Vulkans Rano Raraku und zeigen menschliche Gestalten, die zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert geformt wurden. Insgesamt wurden hier 397 Figuren aus dem weichen Tuffstein des Vulkans herausgearbeitet, viele davon blieben unvollendet im Steinbruch zurück.
Die Rapa-Nui-Bewohner begannen im 13. Jahrhundert damit, diese massiven Figuren zu schnitzen und über die Insel zu transportieren, wobei sie Holzrollen und Seile verwendeten. Die Produktion endete um 1600, als die Ressourcen der Insel knapp wurden und soziale Umwälzungen die Arbeit zum Stillstand brachten.
Die steinernen Figuren schauen landeinwärts und tragen bis heute die Erinnerung an verstorbene Vorfahren, deren Schutz über die Gemeinschaft wachen sollte. Besucher erleben diese Verbindung zwischen den Lebenden und den Ahnen direkt vor Ort, wenn sie die Ausrichtung der Statuen beobachten und ihre Rolle in der Rapa-Nui-Kultur verstehen.
Wer die Insel besucht, findet zahlreiche Stätten, an denen die Figuren aufgestellt wurden, darunter Ahu Tongariki mit 15 restaurierten Statuen in einer Reihe. Frühe Morgenstunden oder späte Nachmittage bieten sanfteres Licht und weniger Wind, was das Erkunden angenehmer macht.
Viele der Statuen besaßen ursprünglich Augen aus weißer Koralle und rote Kopfbedeckungen aus Schlackegestein, die heute oft fehlen. Einige unvollendete Figuren im Steinbruch zeigen noch deutlich, wie die Bildhauer Schritt für Schritt aus dem Fels herausarbeiteten und die Rückseite zuletzt freigaben.
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