Rano Raraku, Antiker Steinbruch auf der Osterinsel, Chile
Rano Raraku ist ein alter Vulkankrater auf der Osterinsel, der sich als riesiger Steinbruch präsentiert, wo hunderte von teilweise fertiggestellten Figuren aus grauem Gestein aus dem Boden ragen. Die Überreste zeigen alle Phasen der Arbeit: grob gehauene Anfänge, plastisch bearbeitete Körper und nahezu fertige Statuen, die bereit zum Abtransport wären.
Dieser Krater wurde über etwa 500 Jahre lang, vom 12. Jahrhundert bis ins 17. Jahrhundert, intensiv als Werkstätte genutzt, wobei die Arbeiten schließlich eingestellt wurden. Die Rapanui nutzten die reichlich vorhandene vulkanische Asche und das Gestein, um fast alle der großen Steinfiguren der Insel zu schaffen.
Die hier geschnitzten Statuen zeigen, wie die Rapanui ihre Häuptlinge und wichtigen Vorfahren verehrten, indem sie ihre Bilder in Stein meißelten. Diese Figuren waren nicht nur Kunstwerke, sondern Zeichen der Macht und des Schutzes für die Nachkommen der verstorbenen Anführer.
Der Ort liegt in der Nähe der Ortschaft Hanga Roa und ist leicht erreichbar, mit gut beschrifteten Wegen, die durch das Gelände führen. Besucher sollten sich auf unebenes Terrain vorbereiten und wetterfeste Kleidung sowie Sonnenschutz mitbringen, da der Krater wenig Schutz bietet.
Der größte unfertig gelassene Posäge liegt noch immer dort, wo die Arbeiter ihn hinterließen, und zeigt, dass die Schnitzerei abrupt endete, wahrscheinlich wegen sozialer oder wirtschaftlicher Veränderungen. Diese massive, an der Felswand festgebundene Figur ist ein stummes Zeugnis einer unterbrochenen Tradition.
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