Motu Nui, Naturschutzgebiet auf einer Insel nahe der Osterinsel, Chile
Motu Nui ist eine Felsinsel vor Osterinsel mit rund 3 Hektar Land, die steil aus dem Meer aufsteigt und die größte von fünf kleineren Inseln in der Nähe darstellt. Die Insel ist unbewohnt und besteht aus einer kargen, felsigen Landschaft, die von Seevögeln dominiert wird.
Die Insel war der Mittelpunkt des Tangata Manu Rituals, eines alten Wettbewerbs, bei dem Anwärter die ersten Feenseeschwalben-Eier sammelten, um Macht und Rang zu bestimmen. Diese Praktik endete mit der Ankunft des Christentums im 19. Jahrhundert.
Die jährliche Eiersammlung war ein wichtiger Wettbewerb, bei dem Teilnehmer von Osterinsel zu Motu Nui schwammen, um die erste Vogeleier zu holen und damit Führungsrollen zu sichern. Diese Tradition war eng mit der Identität der Rapa Nui verbunden und prägte soziale Hierarchien.
Besucher erreichen die Insel durch Bootsausflüge ab Hanga Roa, wobei Schnorcheln und die Beobachtung von Meeresfauna möglich sind. Die rauen Bedingungen und das offene Meer erfordern gute körperliche Verfassung und Schwimmsicherheit.
Die Insel markiert Chiles westlichsten Punkt und beherbergt zahlreiche Brutplätze für Seevögel, wo Dutzende von Arten jährlich brüten. Der Felsen bleibt völlig natürlich und wurde nie dauerhaft besiedelt.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.