Mosè di Michelangelo
Der Mosè von Michelangelo ist eine Marmorstatue in der Basilika San Pietro in Vincoli, die den alttestamentlichen Propheten darstellt. Die Figur sitzt mit nach vorne gebeugtem Oberkörper, wobei das rechte Bein vorgestreckt ist und das linke nur auf der Spitze aufruht, während die beiden Gesetzestafeln in der rechten Hand gehalten werden.
Michelangelo schuf diese Statue zwischen 1513 und 1515 als Bestandteil des Grabemals von Papst Julius II, das insgesamt etwa 40 Jahre in Arbeit war. Das ursprüngliche Projekt war umfangreicher geplant, wurde aber später vereinfacht, wodurch der Mosè zum prominentesten Element des Monuments wurde.
Der Name des Propheten wird in dieser Basilika verehrt, und die Statue zeigt ihn als sitzende Figur mit langer Barbe und den Gesetzestafeln in den Händen. Die Darstellung verkörpert Kraft und Autorität, und Besucher erkennen oft die Hornauswüchse auf dem Kopf als ungewöhnliches Merkmal dieser Interpretation.
Die Statue befindet sich innerhalb der Basilika und wird durch gezielt einfallende Lichtstrahlen hervorgehoben, die ihre Merkmale und Schnitzdetails betont. Besucher können die Statue von mehreren Winkeln aus betrachten, da sie zentral in der Kirche positioniert ist, und die Basilika liegt im gut erreichbaren Stadtviertel Monti.
Eine faszinierende Legende besagt, dass Michelangelo nach Vollendung seiner Arbeit so begeistert vom Realismus der Statue war, dass er sie mit einem Hammer auf das Knie schlug und fragte, warum sie nicht sprach. Diese Anekdote zeigt die ungewöhnliche emotionale Bindung des Künstlers zu seinem Werk und wurde über Generationen weitergegeben.
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