Domus Aurea, Archäologische Stätte auf dem Hügel Oppius, Rom, Italien
Die Domus Aurea ist eine riesige Palastanlage auf dem Oppischen Hügel, deren unterirdische Räume mit Gewölbedecken und verblassten Fresken Zeugnis einer früheren Pracht ablegen. Das Komplex erstreckt sich über mehrere miteinander verbundene Galerien und Säle, die den Luxus einer kaiserlichen Residenz aus dem ersten Jahrhundert widerspiegeln.
Kaiser Nero ließ diesen großen Palast nach dem Großen Brand Roms im Jahr 64 n. Chr. erbauen, um sich eine luxuriöse Residenz zu schaffen. Die Anlage wurde später von nachfolgenden Kaisern teilweise zerstört und mit Erde bedeckt, bis Ruinen erst Jahrhunderte später wiederentdeckt wurden.
Künstler der Renaissance stiegen durch Deckenöffnungen in die verschütteten Ruinen hinab, um römische Maltechniken zu studieren und ihre eigenen Arbeiten davon inspirieren zu lassen. Diese Entdeckung der antiken Kunstwerke prägte die europäische Malerei des 15. Jahrhunderts nachhaltig.
Der Zugang ist nur mit organisierten Führungen möglich, die meist an Wochenenden stattfinden und Voranmeldung erfordern. Besucher sollten sich warm anziehen, da es unterirdisch kühl ist, und bequeme Schuhe tragen, da der Weg über unebene alte Böden führt.
Der Hauptbankettsaal war mit einem sich drehenden Dach ausgestattet, das sich kontinuierlich drehte, um die Bewegung der Himmelskörper nachzuahmen. Dieses technische Meisterwerk zeigt das Ausmaß von Neros Ehrgeiz und den Reichtum, den er für solche Luxusextravagantien aufwenden konnte.
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