Erzgebirge, Gebirgskette zwischen Sachsen und Böhmen, Deutschland und Tschechische Republik
Das Erzgebirge ist ein Mittelgebirge, das sich entlang der deutsch-tschechischen Grenze zwischen Sachsen und Böhmen erstreckt und eine natürliche Barriere zwischen beiden Regionen bildet. Die Erhebungen beginnen am Elbtal im Osten und ziehen sich westwärts bis zum Vogtland, wobei die höchsten Gipfel knapp über 1200 Meter erreichen.
Bereits in der Bronzezeit gewannen Menschen hier Erz, doch der große Aufschwung kam im Mittelalter mit der Entdeckung reicher Silbervorkommen. Die Bergbauaktivitäten prägten die Landschaft bis ins 20. Jahrhundert und ließen zahlreiche Siedlungen und Fördertürme entstehen.
Der Name kommt vom jahrhundertelangen Bergbau, der beide Seiten der Grenze prägte und noch heute in Museen und Schaubergwerken sichtbar ist. Holzschnitzereien, Räuchermänner und pyramidenförmige Weihnachtsdekorationen aus den Werkstätten beider Länder gehören zu den Handwerkstraditionen, die Besucher in lokalen Läden finden.
Die nördlichen Hänge bieten sanftere Anstiege und viele Waldwege, die sich gut für Tageswanderungen eignen. Der südliche Abfall ist steiler und eignet sich eher für Wanderer mit Bergerfahrung, besonders bei nassem Wetter.
Die drei Gesteinstypen – Sediment, Metamorphit und Magmatit – liegen hier eng beieinander und zeigen verschiedene Phasen der Erdgeschichte auf kleinem Raum. An manchen Stellen können Wanderer innerhalb weniger Kilometer von einer Gesteinsformation zur nächsten wechseln.
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