Iglesia San Juan Bautista de Vilcashuamán, Kolonialkirche in Vilcashuamán, Peru.
Die iglesia San Juan Bautista de Vilcashuamán ist eine Kolonialkirche in den peruanischen Hochanden mit Zwillingstürmen, barocken Verzierungen und einem Portal mit geschnitztem Stein. Das Gebäude verbindet europäische Stilelemente mit andinischen Strukturen in seinem äußeren Mauerwerk.
Die Kirche wurde Ende des 16. Jahrhunderts von spanischen Eroberern erbaut und direkt über den Grundmauern eines Inca-Tempels der Sonne und des Mondes errichtet. Diese Überlagerung zeigt, wie die Kolonialisten bewusst heilige andinische Orte für ihre religiöse Architektur nutzten.
Im Inneren tragen die Wände Entwürfe von Amarus, Schlangenfiguren der andinen Tradition, neben einem neoklassizistischen Hauptaltar mit Heiligenstatuen. Sechs Nischen gliedern den Raum, in der Mitte steht die Figur der Jungfrau vom Karmel, links die hölzerne Kanzel, an beiden Seiten Nebenaltäre.
Die Kirche steht südlich des Hauptplatzes von Vilcashuamán, gerahmt von Steinmetzsäulen und einem Ziegeltympanon entlang des Schiffes. Ihre steinernen Türme haben drei Geschosse, das unterste quadratisch und kaum verziert, darüber ein zweistöckiger Glockenturm mit Rundbögen und eine Kuppel, die von vier Eckpinnakeln flankiert wird. Im Inneren verlaufen sechs Nischen an den Wänden, in der Mitte die Figur der Jungfrau vom Karmel, links die Holzkanzel und zu beiden Seiten Altarretabel.
Die Außenmauern zeigen drei Ebenen von trapezförmigen Nischen, die direkt aus den ursprünglichen Inka-Strukturen unter dem Gebäude stammen. Diese Überreste bleiben sichtbar und dokumentieren die vorspanische Architektur, auf der die Kirche errichtet wurde.
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