Campanayuq Rumi, Archäologische Stätte in Vilcas Huamán, Peru.
Campanayuq Rumi ist eine archäologische Stätte in Vilcas Huamán, die aus vier Plattformen besteht, welche einen großen Hauptplatz umschließen. Die zentrale Plattform, das Hauptgebäude, misst etwa 65 Meter Länge, 50 Meter Breite und 6 Meter Höhe. Hinzu kommen steinerne Galerien, Treppen, kleinere Plätze und gepflasterte Plattformen.
Die Besiedlung von Campanayuq Rumi beginnt mit der Phase Precampanayuq I (1100–950 v. Chr.), die nur durch Holzkohleproben unter der monumentalen Architektur belegt ist. In der Phase Campanayuq I (950–500 v. Chr.) wurden die Plattformen und der Hauptplatz in kurzer Zeit errichtet; die Keramik verweist auf andere Kulturen der zentralen Anden. In Campanayuq II (500–450 v. Chr.) kam eine Treppe an der zentralen Plattform hinzu, und die Keramik zeigt Einfluss von Chavín de Huántar, während lokale Traditionen fortbestanden. Yuri Cavero und Yuichi Matsumoto erstellten diese Chronologie.
Der Name verbindet Spanisch und Quechua und bedeutet Stein der Glocke, was das sprachliche Erbe der Anden widerspiegelt. Besucher können diese kulturelle Vermischung in den Namen vor Ort sehen und verstehen, wie zwei Sprachen in dieser Region nebeneinander bestehen.
Das Gelände liegt etwa 600 Meter östlich von Vilcashuamán und erfordert geeignete Ausrüstung sowie körperliche Vorbereitung wegen der hohen Höhenlage. Besucher sollten sich Zeit zum Akklimatisieren nehmen und festes Schuhwerk sowie Wetterschutz mitbringen.
Forscher entdeckten 2018 eine versunkene Rundplatzanlage auf der Spitze der zentralen Plattform, ein Befund, der die Funktion als regionales Zentrum für Zeremonien bestätigte. Diese verborgene Struktur war unter Jahrhunderten von Ablagerungen verborgen und wurde nur durch sorgfältige Ausgrabungen sichtbar.
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