Kundus, Provinzhauptstadt im Norden Afghanistans
Kunduz ist eine Provinzhauptstadt in Nordafghanistan, die an der Mündung des Kunduz- und des Khanabad-Flusses liegt. Die Stadt bildet einen wichtigen Knotenpunkt für Handel und Reiserouten zwischen Afghanistan und den Nachbarländern.
Kunduz war ursprünglich ein buddhistisches Lernzentrum namens Drapsaka im 3. Jahrhundert. Die Stadt entwickelte sich später zur Hauptstadt eines usbekischen Khanats, bis dieses 1859 aufgelöst wurde.
Die Bevölkerung von 268,893 Einwohnern umfasst Paschtunen, Usbeken, Tadschiken und Araber mit Dari und Paschtu als Hauptsprachen.
Ein Flughafen südöstlich der Stadt bietet Verbindungen zur Hauptstadt an. Besucher sollten sich der lokalen Bedingungen bewusst sein und sich vor der Anreise gründlich informieren.
Die Stadt war im frühen 20. Jahrhundert durch die Spinzar-Baumwollgesellschaft ein prosperierendes Zentrum der Textilindustrie. Dieses industrielle Erbe prägte den wirtschaftlichen Charakter der Region über Jahrzehnte hinweg.
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