Qataghan, Verwaltungsregion im Norden Afghanistans
Qataghan ist eine historische Provinz im Norden Afghanistans, deren Hauptstadt Kunduz ist. Das Gebiet besteht größtenteils aus flachen Ebenen, die von Flüssen durchzogen werden und sowohl Siedlungen als auch Ackerbau ermöglichen.
Der Name Qataghan geht auf ein altes turkstämmiges Volk zurück, das einst diese Gegend bewohnte. Im frühen 20. Jahrhundert erhielt das Gebiet seine heutige Verwaltungsform, als Afghanistan seine Gebietsstruktur neu ordnete.
Qataghan liegt in einer Region, in der Paschtunen, Usbeken, Tadschiken, Turkmenen und Hazara nebeneinander leben, jede Gruppe mit eigenen Traditionen in Landwirtschaft und Handwerk. Auf den Märkten von Kunduz sieht man diese Vielfalt im Alltag, im Handel und in der Kleidung der Menschen.
Die Gegend ist am zugänglichsten im Frühling und Herbst, wenn die Temperaturen angenehm sind und die Felder aktiv bewirtschaftet werden. Kunduz ist der beste Ausgangspunkt, da die Straßenzustände in abgelegeneren Gebieten unvorhersehbar sein können.
Qataghan war lange Zeit eine der größten Provinzen Afghanistans und umfasste Gebiete, die später in mehrere separate Provinzen aufgeteilt wurden. Diese Aufteilung erklärt, warum der Name heute weniger bekannt ist, obwohl er historisch eine sehr bedeutende Region bezeichnete.
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