Evangelistas Lighthouse, Leuchtturm auf den Evangelistas-Inseln, Region Magallanes, Chile
Der Evangelistas-Leuchtturm ist ein weißer zylindrischer Turm mit einem roten horizontalen Band in der Mitte und wird etwa 13 Meter hoch. Die Struktur wurde an der Pazifikeinfahrt der Magellanstraße errichtet und sendet alle 10 Sekunden einen weißen Lichtblitz aus, während eine Wetterstation kontinuierlich die Bedingungen in dieser gefährlichen Meeresregion überwacht.
Der Ingenieur George Henry Slight entwarf die Struktur, die 1896 unter der Leitung von Präsident Jorge Montt fertiggestellt wurde. Die Erbauung an dieser isolierten und extrem rauen Stätte war ein bedeutender Meilenstein für die Sicherheit der Schifffahrt in einer der schwierigsten Seerouten der Welt.
Die Besatzung des Leuchtturms nennt die Insel „La piedra“, ein Spitzname aus der Betriebszeit; fünf chilenische Leuchtturmwärter starben dort durch Ertrinken oder Krankheit. Die Anlage ist nicht öffentlich zugänglich, sodass vorbeifahrende Besatzungen nur das etwa 20 Meilen weit sichtbare Licht kennen.
Anlage und Turm sind nicht öffentlich zugänglich, ein Besuch ist also nicht möglich; der Leuchtturm ist nur über See erreichbar, und Betrieb, Wartung und Versorgung obliegen der chilenischen Marine. Die Besatzung arbeitet in zwei rotierenden Schichten von vier Matrosen für je vier Monate. Zum Komplex gehören außerdem eine Wetterstation und eine Telekommunikationsstation.
Slights Tagebuch vermerkt, dass nur jeder dritte Tag Arbeit zuließ, und dass ein Materialschiff vierzig Tage warten musste, bevor es sich der Insel nähern konnte – daher der Name der Bucht, Cuarenta Días. Von den rund 80 Arbeitern, meist Chiloten und dalmatinischen Maurern, wurden zehn wegen Aufsässigkeit entlassen.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 92.637 Mitwirkenden weltweit.