Monte Pissis, Erloschener Vulkan in der Provinz La Rioja, Argentinien
Der Monte Pissis ist ein erloschener Schichtvulkan an der Grenze zwischen Catamarca und La Rioja, dessen Hauptgipfel 6.795 m erreicht. Sein oberer Teil trägt mehrere schneebedeckte Gipfel über einem dunklen, schattigen Unterhang, und seine Nordwand ist weitgehend vergletschert.
Die erste dokumentierte Besteigung gelang 1937 den polnischen Bergsteigern Stefan Osiecki und Jan Alfred Szczepański von der Zweiten Polnischen Andenexpedition; erst 1985 wurde der Berg erneut bestiegen. Eine argentinische Expedition ermittelte 1994 per GPS 6.882 m, doch eine österreichische DGPS-Messung von 2005 ergab 6.793 m, bestätigt durch spätere Kampagnen.
Der Name wurde 1885 von der chilenischen Wüsten-Erkundungskommission unter Francisco Javier San Román vergeben, zu Ehren des französischen Geografen Pedro José Amadeo Pissis, der im Dienst der chilenischen Regierung stand. Auch der Quechua-Name Pillanhuasi ist überliefert, und der Nachname deckt sich zufällig mit dem Cacan-Wort pissi, „klein“.
Die Besteigung erfolgt üblicherweise zwischen Dezember und März, wenn die Wetterbedingungen am stabilsten sind. Die meisten Expeditionen starten von Fiambalá aus und errichten mehrere Hochlager auf dem Weg zum Gipfel.
Ein ausgedehntes Gletschersystem liegt auf etwa 5.900 Metern Höhe und speist mehrere kleine Schmelzwasserbäche im Sommer. Diese Eisfelder gehören zu den höchstgelegenen permanenten Eismassen in der Atacama-Wüste.
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