Unidad educativa Mejia, weiterführende Schule in Ecuador
Die Unidad Educativa Mejia ist eine staatliche Sekundarschule in der Altstadt von Quito, die für ihre neoklassische Architektur mit hohen Säulen und verzierten Fassaden bekannt ist. Das Hauptgebäude, der Edificio Central, wurde nach Plänen eines deutschen Architekten errichtet und wird von weiteren Bauten ergänzt, die im Laufe des 20. Jahrhunderts hinzukamen.
Die Schule wurde 1897 unter Präsident Eloy Alfaro gegründet und war die erste laizistische Schule des Landes, ursprünglich im ehemaligen Beaterio-Komplex untergebracht. Im Jahr 1922 entwarf der Architekt Wilhelm Spahr das neue Hauptgebäude im neoklassischen Stil, das heute das Gesicht der Schule prägt.
Die Schule trägt den Namen des ecuadorianischen Denkers Juan Mejía, ein Name, der in Quito als Symbol für laizistische Bildung gilt. Auf dem Gelände befinden sich zwei Museen, die Besucher besichtigen können: eine naturkundliche Sammlung mit Tierpräparaten und eine ethnografische Abteilung mit Skulpturen, die indigene Völker aus verschiedenen Regionen des Landes darstellen.
Das Gelände befindet sich in der Altstadt von Quito, gut zu Fuß vom historischen Zentrum erreichbar. Ein Besuch der Museen ist in der Regel außerhalb der Schulzeiten oder in den Schulferien einfacher, da der Betrieb dann weniger intensiv ist.
Die Schulbibliothek bewahrt ein handgeschriebenes Manuskript aus dem Jahr 1785 über die Pocken, verfasst vom Denker Eugenio Espejo, sowie Bücher aus dem 17. Jahrhundert. Diese Sammlung ist für die Öffentlichkeit zugänglich und macht die Bibliothek zu einem der ungewöhnlichsten Orte in der Altstadt.
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