Provinz Sucumbíos, Verwaltungsprovinz im Nordosten Ecuadors
Sucumbíos ist eine Verwaltungsprovinz im nordöstlichen Ecuador, die sich von den Ausläufern der Ostkordillere bis in die tiefen Tiefebenen des Amazonasbeckens erstreckt. Das Gebiet wird von zahlreichen Flüssen durchzogen, die durch dichten Regenwald und offene Lichtungen fließen und kleine Ortschaften miteinander verbinden.
Die Provinz entstand 1989 durch Abtrennung von der Provinz Napo und wurde die einundzwanzigste Verwaltungseinheit des Landes. In den Jahrzehnten zuvor hatte die Erschließung von Erdölvorkommen die Besiedlung und den Straßenbau in dieser abgelegenen Waldregion stark vorangetrieben.
Der Name stammt von einem indigenen Volk, das einst diese Regenwaldgebiete bewohnte und bis heute in Ortsnamen und lokalen Traditionen präsent bleibt. Besucher können in kleineren Siedlungen noch traditionelle Lebensweisen beobachten, die eng mit Fluss und Wald verbunden sind.
Nueva Loja dient als wichtigster Verkehrsknotenpunkt und bietet regelmäßige Flugverbindungen sowie Straßen in Richtung Kolumbien und zu anderen Teilen Ecuadors. Für Reisen ins Innere der Provinz empfiehlt sich Allradfahrzeug oder Boot, da viele Wege bei Regen schwer passierbar werden.
In manchen Flusstälern lassen sich noch hölzerne Kanus beobachten, die nach jahrhundertealten Techniken aus einem einzigen Baumstamm gefertigt werden. Die Boote sind für viele Familien weiterhin das wichtigste Transportmittel, wenn Straßen nicht erreichbar sind.
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