Uturuncu, Ruhender Vulkan in der Provinz Sur Lípez, Bolivien
Uturuncu ist ein ruhender Stratovulkan im Departement Potosí in Bolivien, mit zwei Gipfeln auf rund 6.000 Metern Höhe. Die Hänge sind von Lavaströmen und kleinen Lavakuppeln bedeckt, die der Landschaft ein zerklüftetes Aussehen verleihen.
Uturuncu entstand vor Hunderttausenden von Jahren im Rahmen der vulkanischen Aktivität des südlichen Andenraums. Ab 1992 zeigten wissenschaftliche Messungen, dass der Boden rund um den Vulkan langsam ansteigt, ein Zeichen für Magma-Bewegungen in der Tiefe.
Der Name Uturuncu stammt aus der Aymara-Sprache und bedeutet "Jaguar". In den Gemeinden der Umgebung gilt der Berg als lebendiges Wesen, das die Hochebene bewacht.
Der Vulkan liegt in einer sehr abgelegenen Gegend und ist nur mit einem geländegängigen Fahrzeug erreichbar, da die Pisten unbefestigt und in schlechtem Zustand sind. Die Höhe macht sich schnell bemerkbar, daher ist eine mehrtägige Akklimatisierung in der Region sehr empfehlenswert, bevor man sich dem Gipfel nähert.
Nahe des Gipfels befand sich eine Schwefelmine, die zu den höchstgelegenen Bergwerken der Welt gehörte und bis in die 1990er Jahre in Betrieb war. Reste der alten Anlagen sind noch heute auf dem kahlen Hochplateau sichtbar.
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