Jujuy, Provinz im Nordwesten Argentiniens
Jujuy liegt im Nordwesten Argentiniens und grenzt an Bolivien sowie an Chile, mit einer Hauptstadt namens San Salvador de Jujuy. Die Landschaft teilt sich in drei Bereiche: das Altiplano-Hochland im Westen, das Tal des Río Grande mit der Quebrada de Humahuaca, dann die bewaldeten Berghänge, die in die Ebenen des Gran Chaco abfallen.
Nach der Unabhängigkeit von Spanien trennte sich das Gebiet 1834 von den Provinzen Salta und Tucumán und bildete eine eigene Verwaltungseinheit. Grenzstreitigkeiten mit Chile wurden erst im 20. Jahrhundert durch internationale Schiedsverfahren endgültig geklärt.
Die vielen kleinen Ortschaften im Osten tragen oft Guaraní-Namen, die an frühe Missionszeiten erinnern, während im Westen Ortsnamen auf Quechua und Aymara zurückgehen. Auf den Dorfplätzen der Puna finden sich Kapellen aus Lehmziegeln, in denen zweimal im Jahr große Feste mit Musik und Tänzen abgehalten werden.
Die Nationalstraßen 9 und 34 verbinden die Hauptstadt mit anderen Regionen, während Überlandbusse die Ortschaften in den verschiedenen Departamentos anfahren. Höhenunterschiede zwischen den Zonen können zu unterschiedlichen Klimaverhältnissen führen, daher empfiehlt sich angepasste Kleidung für den jeweiligen Bereich.
Die Salinen der Hochebene gehören zum sogenannten Lithium-Dreieck, das sich über drei Länder erstreckt und bedeutende Mengen dieses Minerals birgt. Abbauprojekte arbeiten hier in Höhen über 3400 Metern, wo dünne Luft und extreme Bedingungen besondere Herausforderungen mit sich bringen.
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