Departamento Potosí, Verwaltungsdepartement im Südwesten Boliviens
Das Departamento Potosí ist eine Verwaltungseinheit im Südwesten Boliviens, die sich über bergiges Gelände erstreckt und die Salzebene Salar de Uyuni sowie die mineralreichen Hochanden umfasst. Die Region gliedert sich in sechzehn Provinzen mit Höhenlagen, die von Tälern bis zu Hochplateaus über 4.000 Meter reichen.
Die Gegend beherbergte während der Kolonialzeit die produktivsten Silberminen des Spanischen Reiches und erzeugte durch den Abbau von Edelmetallen gewaltigen Reichtum. Die Minen prägten jahrhundertelang die Wirtschaft und Gesellschaft der Region, bevor die Silberreserven gegen Ende des 19. Jahrhunderts zurückgingen.
Der Name stammt von der gleichnamigen Stadt, die während der Silberrauschzeit des 16. Jahrhunderts zu einem der größten Bevölkerungszentren der Welt wurde. Viele Ortschaften bewahren koloniale Architektur neben Märkten, auf denen Händler lokale Textilien und Kartoffelsorten verkaufen, die seit Generationen angebaut werden.
Reisende sollten sich auf große Höhen und rasche Wetterumschwünge vorbereiten, besonders in den Provinzen nahe dem Salar und den höchsten Gipfeln. Die trockeneren Monate von Mai bis Oktober bieten klarere Sicht und bessere Straßenbedingungen für Fahrten durch abgelegene Gebiete.
Die Reserva Nacional de Fauna Andina Eduardo Avaroa beherbergt rote und grüne Lagunen, wo Flamingos in mineralfarbenen Gewässern auf großer Höhe nach Nahrung suchen. Diese Farbtöne entstehen durch Algen und Sedimente, die je nach Licht und Jahreszeit intensiv leuchten.
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