Tabora, Stadt in Tansania
Tabora ist eine Stadt in Zentraltansania, die sich mit breiten, ruhigen Straßen darstellt, gesäumt von alten Mangobäumen, die jahrhundertealte Handelsrouten widerspiegeln. Der Ort erstreckt sich mit einem durchmischten Stadtbild aus kolonialen Gebäuden aus der deutschen Zeit, lokalen Märkten voller Früchte und Gemüse sowie Wohnvierteln, wo das Leben in gemächlichem Tempo verläuft.
Tabora entstand in den 1830er Jahren als wichtiger Handelsposten für arabische und swahilische Kaufleute, die Elfenbein, Salz und Kupfer über kontinentale Routen austauschten. Im späten 19. Jahrhundert übernahmen die Deutschen die Kontrolle, bauten eine Eisenbahn und eine Festung und machten die Stadt zu einem Verwaltungszentrum, das später während des Ersten Weltkriegs strategisch umkämpft wurde.
Tabora zeigt seine Herkunft durch die Namen der lokalen Bevölkerung Unyamwezi, was "Volk des Mondes" bedeutet, und diese Identität ist heute noch in den täglichen Gesprächen der Menschen spürbar. Die über hundert Jahre alten Mangobäume, die von Händlern aus Oman gepflanzt wurden, prägen das Straßenbild und erinnern an die kulturelle Vermischung, die das Leben in der Stadt bis heute charakterisiert.
Man kann die Stadt zu Fuß erkunden, da sie nicht sehr groß ist, und Taxis sowie Fahrradtaxis sind verfügbar für längere Strecken. Der Bahnhof ist ein wichtiger Knotenpunkt mit Verbindungen nach Dar es Salaam, Kigoma und Mwanza, während ein kleiner Flughafen ebenfalls Reisende bedient.
Die seltenen Tabora-Sovereign-Goldmünzen wurden während des Ersten Weltkriegs von den Deutschen geprägt, als sie von Europa abgeschnitten waren und sind heute hochgeschätzte Sammlerstücke. Dieser numismatische Schatz erzählt die Geschichte einer isolierten Stadt, die ihre Wirtschaft während Zeiten der Isolation innovativ verwaltete.
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