Submillimeter Array, Radiointerferometer in den Mauna-Kea-Observatorien, Vereinigte Staaten.
Das Submillimeter Array besteht aus acht Antennen mit je 6 Metern Durchmesser, die in einer Höhe von etwa 4000 Metern positioniert sind und zusammen als ein einziges Teleskopsystem funktionieren. Diese Antennen können über große Entfernungen verteilt werden, um feinere Details von kosmischen Objekten zu erfassen.
Das SMA-Projekt begann 1983 unter Irwin Shapiro, damals Direktor des Smithsonian Astrophysical Observatory. Ursprünglich waren sechs Antennen vorgesehen; 1996 stieß das Academia Sinica Institute of Astronomy and Astrophysics hinzu und finanzierte zwei weitere Antennen sowie einen größeren Korrelator. Die Antennen entstanden am Haystack Observatory in Massachusetts, wurden nach Hawaii verschifft und in einer Halle auf dem Gipfel wieder zusammengesetzt. Am 22. November 2003 wurde das Array eingeweiht.
Das Array wird gemeinsam vom Smithsonian Astrophysical Observatory und dem Institute of Astronomy and Astrophysics der Academia Sinica in Taiwan betrieben, das 1996 beitrat und zwei zusätzliche Antennen finanzierte. Diese beiden Antennen heißen SMART, Sub-Millimeter ARray of Taiwan. Der Name bezieht sich auf Wellenlängen knapp unter einem Millimeter, zwischen Infrarot und Mikrowellen.
Das SMA ist eine laufende Forschungseinrichtung und nicht zu besichtigen. Seine acht Antennen stehen auf Fundamenten, die vier Reuleaux-Dreiecke bilden; ein eigens gebauter Transporter versetzt sie etwa vierteljährlich zwischen den Konfigurationen subcompact, compact, extended und very extended. Das Gelände liegt auf einem Lavafeld rund 140 Meter unter dem Gipfel des Mauna Kea, nordwestlich des Sattels zwischen den Schlackenkegeln Pu'u Poli'ahu und Pu'u Hauoki.
Die 6-Meter-Hauptspiegel der Antennen bestehen aus 72 bearbeiteten Gussaluminiumplatten, jede etwa 1 Meter breit und auf 6 Mikrometer genau gefertigt. Aluminium wurde der leichteren Kohlenstofffaser vorgezogen, weil starker Schneefall und vom Wind verwehter Vulkanstaub empfindliche Kohlenstofffaserplatten beschädigen könnten.
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