Nord-Pas-de-Calais, Verwaltungsregion in Nordfrankreich
Nord-Pas-de-Calais ist eine ehemalige Verwaltungsregion im nördlichen Frankreich, die bis 2016 zwischen dem Ärmelkanal und der Nordsee lag und Lille als Hauptstadt hatte. Sie umfasste die Départements Nord und Pas-de-Calais und grenzte im Norden an Belgien, mit flachem Gelände, breiten Stränden und einer dichten Kette von Städten im Landesinneren.
Das Gebiet wurde im 17. Jahrhundert nach einer Reihe von Kriegen allmählich unter französische Herrschaft gebracht, nachdem es jahrhundertelang zwischen verschiedenen Mächten umkämpft war. Im 20. Jahrhundert war es Schauplatz heftiger Kämpfe im Ersten Weltkrieg, und die industrielle Vergangenheit prägte die Landschaft mit Bergbau und Textilfabriken.
Die Nähe zu Belgien und den Niederlanden zeigt sich an vielen Hausfassaden mit geschwungenem Ziegeldekor und gemusterten Fenstern. In vielen Orten lassen die Bewohner ihre Holzkisten mit frischem Fisch und Gemüse direkt vor der Haustür liefern, ein Brauch, der aus den alten Handelstagen stammt.
Das Gebiet ist gut mit Bussen und Regionalzügen verbunden, und die meisten größeren Städte liegen nicht weiter als eine Stunde Fahrt voneinander entfernt. Der Tunnel unter dem Ärmelkanal bietet eine direkte Verbindung nach England, und die Küstenorte sind von Lille aus in weniger als zwei Stunden zu erreichen.
Entlang der Küste stehen hohe Klippen aus Kreide, die je nach Lichteinfall und Wetter die Farbe wechseln und mal grau, mal fast weiß aussehen. Bei Ebbe tauchen breite Sandbänke auf, auf denen man weit hinauslaufen kann, bis das Meer nur noch ein schmaler Streifen am Horizont ist.
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