Stanzen des Raffael, Renaissance-Freskenzyklus in Vatikanischen Museen, Vatikanstadt
Die Stanzen des Raffael sind vier miteinander verbundene Säle im zweiten Stock des Apostolischen Palastes, deren Wände und Decken vollständig mit Fresken bedeckt sind. Die Räume folgen aufeinander und bilden einen zusammenhängenden Rundgang durch die päpstlichen Gemächer.
Papst Julius II. beauftragte Raffael 1508 mit der Ausmalung dieser Räume, nachdem er die dort bereits begonnenen Arbeiten anderer Künstler abbrechen ließ. Die Fertigstellung der vier Säle zog sich über mehr als ein Jahrzehnt hin und wurde nach Raffaels Tod von seinen Schülern vollendet.
Die Stanza della Segnatura diente als päpstliche Bibliothek und zeigt an den Wänden die vier Bereiche menschlichen Wissens durch allegorische Darstellungen. Besucher erkennen in den Fresken Porträts zeitgenössischer Persönlichkeiten, die als antike Denker verkleidet sind.
Die Säle liegen in einer festen Route innerhalb der Vatikanischen Museen und lassen sich nicht einzeln besuchen. Klimakontrollierte Bedingungen schützen die Wandmalereien, weshalb die Besucherzahl in den Räumen begrenzt wird.
Raphael malte sich selbst in das Fresko der Schule von Athen als Beobachter am rechten Rand der Komposition. In der Stanza di Eliodoro erscheinen auf einem anderen Wandbild zeitgenössische Schweizergardisten in ihrer damaligen Tracht.
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