Kanton Appenzell Innerrhoden, Alpenkanton in der Nordostschweiz
Appenzell Innerrhoden ist ein Halbkanton im Nordosten der Schweiz, der sich über hügelige Weiden und bewaldete Berghänge erstreckt. Die Ortschaften liegen in Tälern zwischen den Höhen, und Bauernhöfe verteilen sich über die Landschaft bis zu den Almen.
Der Kanton entstand 1597, als sich Appenzell aus konfessionellen Gründen in zwei Teile spaltete und Innerrhoden katholisch blieb. Die politische Eigenständigkeit blieb über die Jahrhunderte erhalten, und das Gebiet wurde nie in einen größeren Kanton eingegliedert.
Die Appenzellerinnen und Appenzeller pflegen ihre Traditionen durch Trachten, die zu festlichen Anlässen getragen werden, sowie durch Volksmusik mit Hackbrett und Streichinstrumenten. Auf vielen Höfen wird Alpkäse nach überlieferten Methoden hergestellt, und die Bauernhäuser zeigen typische Holzfassaden mit bemalten Fensterläden.
Wanderwege führen durch die Täler und auf die Berge, wobei viele Routen auch für weniger erfahrene Wanderer zugänglich sind. Im Winter sind einige Straßen durch Schnee erschwert befahrbar, doch die Hauptverbindungen bleiben geöffnet.
Das Stimmrecht für Frauen wurde hier erst 1990 eingeführt, später als in jedem anderen Teil der Schweiz. Die Entscheidung fiel durch einen Beschluss des Bundesgerichts, nachdem lokale Abstimmungen zuvor gescheitert waren.
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