Goldene Madonna, Ottonische Goldfigur im Essener Münster, Essen, Deutschland
Die Goldene Madonna von Essen ist eine sitzende Marienfigur aus einem einzigen Pappelholzstück, das mit weniger als 0,25 mm dünnen Goldblechen beschlagen ist. In der rechten Hand hält sie eine Kugel, auf dem Schoß sitzt das Christuskind, das priesterliche Gewandung trägt und ein Buch an die Brust drückt. Die Statue ist 74 cm hoch und an der Basis 27 cm breit.
Das Werk wurde um 980 nach Christus geschaffen und gilt als älteste bekannte Madonna-Skulptur nördlich der Alpen. Seine Entstehung markiert einen Wendepunkt in der Entwicklung der freistehenden mittelalterlichen Plastik in Europa.
Die Figur zeigt Maria mit dem Jesuskind und symbolisiert bis heute die Schutzpatronin des Bistums Essen. Sie wird von Gläubigen als spirituelle Verbindung zur Verehrung der Muttergottes betrachtet.
Das Werk befindet sich in einer klimakontrollierten Vitrine in der Domkirche und ist für Besucher während der Öffnungszeiten zugänglich. Es wird mit hoher Sicherheit geschützt und kann von der linken Kapelle aus betrachtet werden.
Die Goldblätter sind mit winzigen goldenen Bolzen befestigt, was eine außergewöhnliche handwerkliche Technik zeigt. Diese Konstruktionsmethode war für die Zeit des Werks hochgradig innovativ.
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