Essener Domschatz, Mittelalterlicher Kirchenschatz am Burgplatz, Essen, Deutschland
Der Essener Domschatz ist eine Sammlung christlicher Kunstwerke, die im Domschatzgewölbe am Burgplatz in Essen aufbewahrt wird. Die Stücke umfassen Reliquiare, Kreuze, Skulpturen und liturgische Gegenstände aus dem frühen Mittelalter bis in die Neuzeit.
Die Ursprünge der Sammlung gehen auf das Frauenstift zurück, das um 850 gegründet wurde und über Jahrhunderte sakrale Objekte angehäuft hat. Nach der Reformation wurde das Stift aufgelöst, doch die Objekte blieben im Dom erhalten und bilden noch heute den Kern der Sammlung.
Die Goldene Madonna, eine Holzfigur aus dem späten 10. Jahrhundert mit Goldblech überzogen, gilt als älteste freistehende Marienfigur des Abendlandes und ist im Domschatz zu sehen. Wer sie betrachtet, erkennt, wie sorgfältig mittelalterliche Handwerkerinnen und Handwerker religiöse Objekte für den täglichen Gebrauch im Gottesdienst gestalteten.
Der Domschatz befindet sich am Burgplatz im Herzen der Essener Innenstadt und ist zu Fuß vom Hauptbahnhof in wenigen Minuten erreichbar. Ein Besuch an einem Wochentag lohnt sich, da es dann in der Regel ruhiger ist als am Wochenende.
Unter den Stücken befindet sich ein Leuchter aus Bronze, der um das Jahr 1000 gegossen wurde und zu den ältesten erhaltenen Exemplaren dieser Art in Europa gehört. Das Besondere daran ist, dass er in Form eines menschlichen Arms gestaltet ist, eine Form, die im frühen Mittelalter äußerst selten war.
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