Ehemalige Oberfinanzdirektion Frankfurt am Main, Verwaltungsgebäude in Nordend-West, Deutschland.
Die Oberfinanzdirektion Frankfurt am Main ist ein Verwaltungsgebäude aus den 1950er Jahren mit massiver Betonkonstruktion und kleinen Bürofenstern, das der Architekt Hans Köhler entwarf. Das Bauwerk zeigt eine schlichte, geradlinige Formensprache ohne unnötige Verzierungen und ist deutlich an den Bedarf der damaligen Finanzadministration angepasst.
Das Gebäude entstand zwischen 1953 und 1955 auf dem Gelände ehemaliger Kleingärten, die ein Bach durchfloss. Die Platzierung verdankt sich bewusster Standortwahl nach Kriegsschäden in Frankfurt.
Das Gebäude steht für die Architekturprinzipien der Nachkriegszeit, die auf Zweckmäßigkeit und sparsame Raumnutzung setzten. Der Baustil zeigt, wie Funktionalität in den 1950er Jahren umgesetzt wurde, ohne dabei auf ästhetische Qualität zu verzichten.
Das Gebäude befindet sich im Stadtteil Innenstadt III und ist von außen einsehbar. Die Zugänglichkeit ist eingeschränkt, da es sich um ein geschütztes Denkmal mit administrativem Zweck handelt.
Das Gebäude erhielt 1957 einen Leistungspreis des Landes Hessen für seinen innovativen Entwurf. Diese Auszeichnung erkannte die unkonventionelle Konstruktionslösung an, die notwendig war, um Bodenstabilität zu gewährleisten.
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