Holzhausenpark, Park mit barockem Schlösschen in Nordend-West, Frankfurt, Deutschland
Der Holzhausenpark ist mit 3,5 Hektar der Rest des einstigen Anwesens Holzhausen Oed in den Frankfurter Stadtteilen Nordend und Westend. In seiner Mitte steht das Holzhausenschlösschen, das von 1727 bis 1729 eine Wasserburg ersetzte; der umgebende Burgweiher wurde beim Ausbau zum Englischen Landschaftsgarten um 1910 auf 0,2 Hektar verkleinert.
Das Gut Holzhausen Oed, ursprünglich fast 30 Hektar groß, hatte eine mittelalterliche Wasserburg im Zentrum, die bei der Belagerung Frankfurts 1552 zerstört und danach wieder aufgebaut wurde. Von 1727 bis 1729 ersetzte das Holzhausenschlösschen diese Burg im Weiher. In der Gründerzeit wurde ein Großteil des Geländes überbaut; 1912/13 wurde der Park zum Volkspark, nachdem Adolph von Holzhausen, letzter männlicher Vertreter seiner Familie, Park und Schloss der Stadt geschenkt hatte.
Der Name des Parks geht auf die Familie von Holzhausen zurück, eine der ältesten Patrizierfamilien Frankfurts. Wer durch den Park spaziert, sieht heute vor allem Familien, Spaziergänger und Schüler, die sich auf den Rasenflächen treffen.
Der Park hat mehrere Eingänge und ist gut zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Ein Besuch im Frühjahr oder Sommer lohnt sich besonders, wenn die Gartenanlagen in voller Blüte stehen.
Das schmiedeeiserne Tor im Louis-seize-Stil am Oeder Weg, über 200 Meter vom Holzhausenschlösschen entfernt, ist ein Rest der einstigen Umfassung der Holzhausen Oed; die Kastanienallee vom Tor zum Schloss stammt aus der Zeit um 1910.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.386 Mitwirkenden weltweit.